Mehrsprachigkeit an unseren Schulen

Februar 8, 2010 von Erika

Vor kurzem haben wir* mit Professor de Cillia (Institut für Sprachwissenschaft der Uni Wien) über das voXmi Projekt gesprochen.

Er hat uns sehr ermutigt, dieses Projekt voranzutreiben:
„Interkulturelles Lernen, dieses Unterrichtsprinzip mit innovativen Methoden anzugehen, ist sehr wichtig. Derzeit ist es mehr oder minder totes Recht.“

Mehr im voXmi Blog

Netzwerke im Dialog – Wien

Januar 15, 2010 von Erika

dialogtourHeute, am 14. Jänner 2010,  trifft die Frau  Bundesministerin Dr. Claudia Schmied im Rahmen der Aktion „Netzwerke im Dialog“ Lehrerkolleg/innen  in  Kärnten. Gestern war sie in der Steiermark, vorgestern in Wien und am 2. Februar wird sie alle neun Bundesländer  besucht haben.

Mit  ungefähr 170 anderen Teilnehmer/innen – die meisten davon Schulleiter/innen – habe ich an der Veranstaltung in  Wien, in der Akademie der Wissenschaften, teilgenommen.

Die Ministerin stellte, nach der Begrüßung durch die Stadtschulrats- präsidentin, Dr.Susanne Brandsteidl, ihre Ideen für den Dialog der innovativen Netzwerke vor – basierend auf die Tagungen im Vorjahr zum Thema „Wie kommt das Neue ins System“ – und ihr Motto:  ” Leistung braucht Vertrauen!“.

Prof. Dr. Michael Schratz und Prof. Dr. Wilfried Schley begleiteten und moderierten die von Dr. Eva Mersitz für Wien organisierte Tagung.

Es war für uns alle sehr motivierend, dass die Ministerin während des ganzen Tages mit uns in „gleicher Augenhöhe“  „Schule neu“ diskutiert und großes Interesse an den vielen innovativen Projekten gezeigt hat. Sie hat uns vermittelt, dass sich aus diesen unterschiedlichen Initiativen bedeutsame Themen  für einen Erneuerungsprozess an den österreichischen Schulen bilden werden.

Ein kurzes, einprägsames Video, das die Arbeit des Dirigenten Nikolaus Harnoncourt zeigte, hat uns den ersten heiteren, mitreißenden Impuls für die gemeinsame Arbeit an diesem Tag gegeben.

Der Vormittag war geprägt von Impulsreferaten und exemplarischen Präsentationen einzelner innovativer Schulen.
Mich haben diese Präsentationen in ihrer Vielfalt sehr beeindruckt.  Diese engagierten Lehrer/innen und Schulleiter/innen zeigten, was Mut, Kreativität und Eigeninitiative bewirken können… und das trotz nicht immer idealer Bedingungen.

Ich hoffe sehr, dass alle diese Schneebälle zu einer Lawine werden und diese dann nicht voreilig gestoppt wird. Es ist Zeit zu handeln. Diesen Apell habe ich deutlich gespürt.

Am Nachmittag haben wir in unterschiedlichen Arbeitsgruppen  zusammen gearbeitet. Es ging um Teamarbeit,  Ganztagsschule, Organisationstrukturen an den Schulen, Fehlerkultur, Schülermitbestimmung .… insgesamt 25 Themen die im „Kreativ Innovativ Ning“  bald ihre Heimat finden werden.
Ich selbst habe die Gruppe „Vielsprachigkeit in der Klasse“ geleitet, was mir naturgemäß, als eine der Koordinatoren des voXmi Projektes.,  sehr wichtig ist.  Ich konnte in allen Schultypen wichtige Kontakte knüpfen.

Alle Gruppenleiter Österreichs werden im März wieder in ähnlicher Weise wie an den Dialogtagen zusammenarbeiten.

Ich und die Anderen – Pestalozzi Seminar in Rom

Dezember 20, 2009 von Erika

Wir waren etwa 25 Lehrer/innen in Rom mit dem einen Ziel: für unsere Kinder der Zukunft in Europa einen roten Friedensteppich zu weben.

Ich war eingeladen am internationalen Pestalozziseminar vom 14. – 16. Dezember teilzunehmen.

Das Thema war „Identità e diversità: l’immagine dell’Altro a scuola“. Die Arbeitssprache war Italienisch. Zehn Teilnehmer/innen kamen von außerhalb: Norwegen, Georgien, Zypern, Spanien, Deutschland, Malta, Kroatien, Moldavien, Lituanien, Österreich, die weiteren Teilnehmer/innen und Vortragenden aus Italien. Wir waren ein buntes Gemisch von Lehrer/innen, Direktor/innen, Projektleiter/innen im Umfeld der Unterrichtsministerien, Mitgliedern des Europarates .

Unsere unterschiedlichen Bildungssysteme, unsere unterschiedlichen Strukturen an den Schulen, die Probleme mit Migration (aufnehmen oder /und aufgenommen werden), die Auseinandersetzung mit vielen Sprachen, Kulturen, sozialen Hintergründen und Religionen innerhalb (und nicht nur dort) aller unserer Schulklassen, haben uns unendlichen interessanten Diskussions- und Arbeitsstoff geliefert.

Nach spannenden Keynotes von Paola Gigante, Gisella Langè und Fabio del Cavallo  setzen wir uns in zwei Arbeitsgruppen intensiv mit dem Weißbuch des Europarates zum Interkulturellen Dialog “Gleichberechtigt in Würde zusammenleben“ auseinander  und beleuchteten vor allem die Aspekte Geschichte, Mehrsprachigkeit und Multikulturalität  an europäischen Schulen.

Die österreichischen Projekte „voXmi“ und „eLSA“, an denen ich „koordinierend“ beteiligt bin, haben großes Interesse hervorgerufen.

Abschließend möchte ich aus der Site der Europäischen Kommission zu Mehrsprachigkeit den folgenden Absatz zitieren. Durch das Seminar in Rom ist mir die Wichtigkeit dieser Aussage wieder verstärkt bestätigt worden:

Mehrsprachigkeit – eine lohnende Herausforderung : Sprachen sind wesentlicher Bestandteil unserer kulturellen Identität. Das Motto der Europäischen Union „In Vielfalt geeint“ reflektiert diese Mehrsprachigkeit, die für die EU so kennzeichnend ist. Die Europäische Union hat ihre Sprachenvielfalt stets als einen Vorteil und nicht als Belastung empfunden. Während sie sich für die politische und wirtschaftliche Integration ihrer Mitglieder einsetzt, fördert sie gleichzeitig die Freiheit ihrer Bürger, sich in Wort und Schrift in ihrer Muttersprache auszudrücken.

Hier  ein paar wichtig Links, die ich gerne weitergeben will:

*Das Weißbuch
*Studie, Sprachen und Kulturen in Europa
*LACE deutsch
*Studie über den Beitrag der Mehrsprachigkeit zur Kreativität
* Lingu@net Europa the multilingual centre for language learning!
*Die Seite der Europäischen Kommission zu Bildung
*Interkulturelle Erziehung, Europarat, Pestalozzi

“Wishes and Visions” in den Haag

November 28, 2009 von Erika

Im Rahmen des Comenius Projektes „Wishes and Visions“ waren Schüler/innen und Lehrer/innen aus Italien und Österreich zu Gast bei den Partnern in den Niederlanden. (17.-21. November  2009)

Per il progetto Comenius „Wishes and Visions“ scolari e insegnanti austriaci e italiani erano invitati dai loro partner ollandesi. (17 – 21 novembre 2009)

„We wished to have a school like this!“
“This” is Haag’s Montessori Lyceum, were we were guests during our first Comenius meeting.
As you can read in other articles in this blog, two schools from Vienna, one school from Vittoria / Sicily and the Haag’s Montessori school / Holland, are partners for the Wishes and Visions Comenius project 2009, 2010, 2011.

28 Teachers and pupils (architects of Activeworlds) met our Dutch hosts in their modern and inviting  school. We all were deeply impressed form the friendly atmosphere, respectful and appreciating acquaintance between teachers and pupils and most of all from the way of teaching and learning with Montessori methods.

For three days we have been working togetheron the project  in different teams: Architects and teachers. Ex-pupils from the  HMS supported the architects working with the Activeworlds computer program. We teachers analyzed the work done in this project during the last school year (eTwinning) and planned the next steps with regards to content and didactics.
The two Viennese schools are both eLSA and voXmi schools, so we tried to enforce the focus on ICT (working with Moodle and Liveonline ) and multilingual communication and education.

We also had the possibility to visit Madurodam, Schreveningen and/ or Amsterdam.
One  afternoon and evening our pupils were invited and friendly received by Dutch families.

Piet and Sasha, who organized the meeting, surprised us with a wonderful event the last evening: An Indonesian candlelight-dinner for all the participating kids and teachers in the hall of the school.  A band of young Dutch musicians (12,13,14 years old), all pupils of Haag`Montessory Lyceum, gave an impressing concert.

I think, the most important things we all, pupils and teachers learnt during this meeting:

  • Foreign languages help a lot to make communication easier.
  • We don’t communicate with cultures but with individuals.
  • We have to understand ourselves to be able to understand the others.
  • If you are patient and if you are able and willing to listen you learn a lot from each of the partners.
  • If we work on the similarities we are able to benefit from the differences.
  • Our pupils need another kind of school…

And it was the first time I really could see and understand Montessori teaching for each age of pupils: Help me to do it myself.  (And it’s not only the kids who have this claim, but each of us… lifelong)

kreativ – innovativ- vernetzt im Herbst 2009

November 8, 2009 von Erika

In diesem Herbst konnte ich an drei wichtigen Tagungen über innovative Bildungsthemen teilnehmen.

Moodle

Wie jedes Jahr, und heuer bereits zum 6. Mal,  lud mich Peter Sereinigg zur Internationalen Moodlemoot Österreich ein.  Die Tagung  fand am  24./25. September 2009 in Wien  an der Technischen Universität statt. Interessierte Gäste aus aller Welt aus dem Bildungs- und Wissenschaftsbereich konnten aus einer Vielzahl interessanter Workshops und Vorträgen  über neueste technische Fortschritte und Entwicklungen aus der internationalen und österreichischen Moodlewelt erfahren.

Auch der didaktische Teil kam durch eine Menge interessanter Bestpractice Beispiele nicht zu kurz.
Ich selbst zeigte mein „Wishes and Visions Projekt“, wo europäische Schüler in einem edumoodleKurs gemeinsam für ein virtuelles 3D Museum arbeiten.


eLearning Didaktik

Am 20. und 21. Oktober 2009 nahm ich an der 4. eLearning Didaktik Fachtagung zum Thema : eLearning und Neue Medien im Unterricht und in der Lehre, teil.

Die österreichische eLearningcommunity traf sich in Wien am TGM . Es war schwer, eine Auswahl unter den vielen spannenden Vorträgen und Workshop zu finden. Interessant zu beobachten für mich war heuer die Vielfalt und Kreativität mit der eLearning an vielen Schulen und Institutionen betrieben wird.

Mit Franz Riegler hatte ich die Gelegenheit, unser Projekt für multilinguale Sprachförderung, voXmi , vorzustellen.

Wie kommt das Neue ins System


Das 4. und abschließende Netzwerktreffen zu “Wie kommt das Neue ins System? – Kreativität und Innovation im Bildungswesen” – wie berichtet konnte ich bereits einmal in Linz dabei sein – fand  im Beisein von  Frau Bundesminsiterin Claudia Schmid und Experten aus dem Bildungswesen  am Do, 22. Oktober 2009 in Wien in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften statt.

C. Otto Scharmer hielt die Keynote zu Beginn der Tagung und war Gesprächspartner in der Reflexion und Diskussion über die Wechselbeziehungen zwischen Individuum und Systemfeld.
Er hat den Begriff „Precensing” geprägt – „von der entstehenden Zukunft her lernen“ und er hat das Konzept der „Theory U“ entwickelt, die neue Zugänge zur wissenschaftlichen Forschung und zur Entwicklung persönlicher Führungseigenschaften eröffnet.

Ergänzend steht die Social Community Plattform „kreativinnovativ2020“ als eine zusätzliche, komplementäre, fortdauernde Möglichkeit zur Verfügung, um quer über die Bundesländer, Schultypen und andere Organisationsgrenzen hinweg, zu den wichtigsten Themen Stellung zu nehmen und in einen – schriftlichen aber auch persönlichen – Dialog mit den entscheidenden Gremien bis hin zu den Spitzen der Hierarchie zu treten.

Ich selbst bin mit Thomas Nárosy,Eva Mersits, Michael Schratz und Herbert Altrichter Mitglied der Resonanzgruppe. Bei Interesse am Dialog auf der Plattform lade ich Sie gerne persönlich dazu ein. (Mail)

FutureLearning III im AEC in Linz

Oktober 11, 2009 von Erika
Quelle flickr cc

Quelle flickr cc

Am 7. Oktober 2009 fand sich die österreichische eLearning Community im Linz ein.

„Virtual Classroom“ und „Game based Learning“ waren die Themen der Future Learning III heute im Ars-Electronica-Center in Linz. Gestartet hat die Dänin Ella Myhring mit „How games mesh with formal education“.

Werner  Prüher berichtet darüber ausführlich in seinem Blog. Dem ist nichts hinzuzufügen! Danke!!

eTwinning PDW in Chania

Oktober 11, 2009 von Erika

Vom 1.Oktober bis 3. Oktober 2009 nahm ich am eTwinning Professional Developement Workshop -European Network of eTwinning Ambassadors- in Chania/ Kreta teil.

An allen drei Tagen standen Keynotespeeches und Vernetzungsaktivitäten am Programm, Freitag und Samstag arbeiteten wir in diversen Workshops.
Die Keynotes ( präsentiert von Mitgliedern der CSS und diverser NSS , Technical University CreteLogos Project, Cisco Dänemark ) hatten Social Networking, Web 2.0 und der neuen Rolle der eTwinning Ambassadors zum Thema.

Hier habe ich Kontakte, die auch für meine Arbeit  im eLSA und voXmi Projekt wichtig sind (solarnet) , knüpfen können.

Während der Workshops beschäftigten wir uns in erster Linie mit dieser neuen Rolle: das eTwinning Ambassadors Ning sollte von einer (mit Life Ray erstellten) neuen Social Networkumgebung ersetzt werden. Leider stand sie noch nicht zur Verfügung.

Unsere Aufgabe bestand darin, dieses Netzwerk mit Leben zu erfüllen: Welche Gruppen sollte es geben, wer sollte moderieren, wie kann man ein solches Netzwerk am Leben erhalten.

Die Social Events (gemeinsame Abendessen, Folkolore, Ausflug ins Hinterland am Samstag nach der Tagung) waren wie immer die nachhaltigsten und wichtigsten Programmpunkte. Hier wurden neue , persönliche „Netzwerke“ geknüpft und die Pläne, die in den Workshops erarbeitet wurden, vertieft.

Das eLSA Fest!

September 3, 2009 von Erika

Jedes zweite Jahr – und nun zum dritten Mal – finden Ende August die eLSA Sommertage statt.

Heuer fanden trafen sich ungefähr 250 eLearning begeisterte eLSA – “Familienmitglieder”, zahlreiche “eLISA Cousins und Cousinen” und eine nicht geringe Anzahl sonstiger e-Learning “Verwandter” vom 31. August bis 2. September in Eisenstadt.

Wir konnten den Teilnehmerinnen nicht nur spannende Keynotes und beinahe 40 thematisch breit gefächerte Workshops bieten sondern auch ein künstlerisch eindrucksvolles Rahmenprogramm, dass  vor allem musikalisch (von elektronischer, volkstümlicher bis zu klassischer Musik)  aus gegebenem Anlass von Josef Haydn beprägt war. Lesen Sie mehr in unserm Blog.

Die Stimmung war hervorragend, der Arbeitseinsatz aller Teilnehmenden einzigartig. Natürlich ist gerade die eLSA Comunity als besonders kreativ, innovativ und kommunikativ bekannt. Wie sollte es auch anders sein.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden – sei es als Vortragende, Organisatoren oder als Teilnehmer/innen!

Auf  (f2f) Wiedersehen 2011 in Innsbruck!

Computerspiele – nur in den Ferien?

Juli 13, 2009 von Erika

aw1Als sechstes der größten Erziehungsirrtümer ist im Profil Nr. 27 (29.Juni 2009) unter anderem zu lesen: „Wer es sich einfach machen will, gibt Schuld an steigender Jugendgewalt Computerspielen.“

Auch die These vom vereinsamten Computerspieler ist nicht zu beweisen, vielmehr können Computerspiele produktiv uns sinnvoll das Lernen unterstützen. Wichtig auf jeden Fall, und das betrifft nicht nur Computerspiele: „Liebe Eltern, interessiert Euch dafür was Eure Kinder am PC und  im Internet machen! Nehmt Euch Zeit zum Zuschauen!“

In diesem Artikel wurde auch auf den Pilotversuch der Donau-Uni Krems zum Einbinden handelsüblicher Computerspiele in den Unterricht hingewiesen.
Ich nahm an der Kick Off Veranstaltung „Digital Game Based Learning“ am 3. Juli in Krems teil. Wir planten Ziel und Vorgangsweisen für das zweite Jahr dieses Projektes.
Lehrer/innen aus ganz Österreich werden im kommenden Schuljahr unter Leitung von Prof. Michael Wagner und seinem Team wiederum unterschiedliche, kommerzielle Spiele didaktisch sinnvoll im Unterricht  in unterschiedlichsten Fächern, passend zu Lehrplan, einbinden und darüber berichten.

Das Projekt vom letzten Jahr, das unter dem Titel „Didaktische Sezenairen des Digital Game Based Learning“ stattfand war Teil eines Programmes  des bm:ukk (MR  Dorninger und Mag. Schrack) und darüber hinaus des European Schoolnet. Im Mai dieses Jahres wurde eine Studie dazu veröffentlicht. Fallstudien aus Dänemark, Schottland, Frankreich, Italien, den Niederlande und Österreich  (Krems/  Zoo Tycon) haben bewiesen, wie wichtig es ist, diesen Aspekt aus der alltäglichen Lebenswelt unserer Schüler/innen  ins Schulleben einzubinden.

Folgende Aussagen und Studienergebnisse im EUN Bericht finde ich besonders hervorhebenswert:

  • Computerspiele, richtig in den Unterricht integriert, fördern bei Schüler/innen die Motivation zum Lesen, Schreiben und sich mit dem Inhalt (z.B. historischer Hintergrund, naturwissenschaftliche Erkenntnisse, Sprache) intensiver auseinanderzusetzen.
  • Gerade Schüler/innen mit Konzentrationsschwächen können sich sehr in ein Spiel vertiefen.
  • Die Auseinandersetzung mit  Computerspielen im Unterricht fördert die Teamarbeit unter den Lehrer/innen.
  • Da bei Computerspielen der Schwerpunkt auf positiver Motivation (Gutpunkte, Highscores, Credits) liegt und nicht im Bestrafen von Fehler lernen die Schüler/innen motivierter, auch Schulangst und Schulphobie können reduziert werden.
  • Individualisiertes Lernen steht im Mittelpunkt, fördert aber gleichzeitig die Kommunikation unter den Schüler/innen zum Thema.
  • Fächerübergreifendes Arbeiten wird besonders gefördert (siehe Projekt: Zoo Tyconn BG/BRG Zell am See ).
  • Soziale, kommunikative, kollaborative, demokratische, unternehmerische und ähnliche Schlüsselfertigkeiten werde gefördert.
  • Medienerziehung sollte in den Lehrplänen Einzug finden.

Hier werden die Wichtigsten Erkenntnisse über das Lernen mit Computerspielen in Verbindung gebracht ( Siehe Bericht S. 17)
Knowledge of cognitive processes / Characteristics of electronic games and modes of use

  • Intelligence is diverse (logical, linguistic, spatial, etc.) and distinctive / Games can be a complement or an alternative to traditional teaching aids (books, etc.) according to learners’ individual preferences
  • Intelligence is dynamic and not divided into disciplines / Games often implement a pluridisciplinary approach demanding a wide range of skills from the player
  • The rhythm of learning varies from one individual to another / Games allow for personalized learning (as many repetitions as wanted, choice of tempo, etc.)
  • Awareness by the individual that strategies implemented may improve results (metacognition) / Giving feedback to the player lies at the heart of many games
  • A learner who is actively involved in learning obtains better results / The game gives the player an active role
  • Learning among pupils is beneficial to all participants / Games often readily lend themselves to collective use and interchanges between players

Ganz stolz sind wir in der Erlgasse auf das österreichische eTwinning  Qualitätsgütesiegel für „Wishes and Visions“  und dass unser Projekt ab Herbst auch als Comeniusprojekt weiterlaufen wird.
Auch hier werden spielerische Elemente eine immer größere Rolle spielen.
Was wichtig für Lehrer/innen zu wissen ist: Die Kinder spielen und nicht wir. Basiswissen der Lehrenden zum Spiel genügt, um es sinnvoll im Unterricht integrieren zu können.

Wir Lehrer/innen im Projekt „Wishes and Visions“ haben absolut keine Ahnung, wie unsere 3D Architekten (16 Schülerinnen aus vier Ländern im Alter von  11  bis 15 ) die Museen bauen. Wir sind nur als Berater und didaktischer und organisatorischer „Hintergrund“ gefragt. Unsere Schüler/innen geben uns aber jederzeit liebend gern Auskunft!

Schule in Österreich – kreativ und innovativ?

Juni 13, 2009 von Erika

kreativVom 4. bis 5. Juni 2009 nahm ich an der Fachtagung „Wie entsteht Neues im Bildungssystem und wie setzt es sich durch? – Die Ebene der Systementwicklung und Systemsteuerung“ im Forte Fortbildungszentrum in Linz teil.

Dies war eine von drei Fachtagungen
zur Frage, welche Entwicklungen und Veränderungen auf diversen Ebenen  (individuelle, organisatorische, Ebene der Systemsteuerung) nötig sind, um Innovation und Kreativität im Bildungsbereich zu fördern.

Nach der Keynote  von Prof. Dr. Katharina Maag Merki, Universität Zürich und Univ.-Prof. Herbert Altrichter, Universität Linz (er moderierte und leitete beide Arbeitstage) zum Thema : „Die Governance-Perspektive auf Systementwicklung und  Systemsteuerung“  wurden uns vier erfolgreiche österreichische Projekte (Integration, COOL, Bildungsstandards, regionales Bildungsmanagement) vorgestellt.

In Workshops konnten wir uns im Detail mit diesen innovativen Projekten auseinandersetzen und versuchten Antworten auf die Frage: Wie entsteht Neues im Bildungssystem und wie setzt es sich durch? zu finden.

Wenn der Leidensdruck und der Aufwand,  alte Muster zu erhalten größer wird als jener, Neues zu Lernen und umszusetzen, dann kann Neues beginnen.
Nun stellt sich aber das Bedürfnis nach Veränderung nicht bei allen Menschen zum selben Zeitpunkt ein, deshalb bedarf es eines gewissen Drucks von oben (z.B. Ministerium) und/oder unten (z.B. Eltern) um Bewegung in die Bildungslandschaft zu bringen.

Eine sensible Balance zwischen der Möglichkeit, freiwillig an einer Veränderung mitzumachen und dem Druck, diese auch wirklich nachhaltig zu implementieren und dann auch zu evaluieren, diese Balance zu finden verspricht Neues im Bildungssystem  erfolgreich umzusetzen.

Das bedeutet aber auch Mut Grenzen zu überschreiten,  administrative Hürden zu überwinden, Verantwortung zu übernehmen und viel  Konsequenz, Hartnäckigkeit und persönlichen Einsatz.

Am 22. Oktober werden in einer  Schlussveranstaltung die Ergebnisse der Tagungen zusammengeführt.