Amazonier und Wikipedianer

halloween
Halloween Gespenster?

Kollektive Intelligenz (Collective Intelligence):
“.. means many things to many people. Here, it refers to the capacity of human communities to evolve towards higher order complexity and integration through collaboration and innovation.”

Der Artikel im Participation Literacy - blog (Peter Giger) geht auf die unterschiedlichsten Variationen vernetzer Wissenkonstruktion im Web, Schwerpunkt Web2.0, ein.
An oberster Stelle das Web an und für sich. Ein Musterbeispiel für kollektive Intelligenz. “Much as synapses form in the brain, with associations becoming stronger through repetition or intensity, the Web of connections grows organically as an output of the collective activity of all Web users” (O’Reilly, 2005). Hyperlinks als die Synapsen, die, je öfter genutzt, umso stärker werden… desto höher oben gereiht finden wir die Links dann in Google ;-) .

Immer wieder habe ich mit Menschen zu tun, die mir erklären wie fehlerhaft, ja „gefährlich“, Wikipedia sei. Oft erfahre ich bei näherem Hinterfragen, dass eben diese Gefahr meine Gesprächspartner sogar daran hindert, Wikipedia überhaupt jemals zu öffnen, geschweige denn, sich Artikel, Autoren, Diskussionen im Hintergrund oder gar weiterführede Links näher anzusehen. Welche Gefahr? Die Gefahr der Fehlinformation? Die Gefahr der kollektiven Intelligenz? Vielleicht kann dieser Schreibwettbewerb beruhigend wirken? Auch der oben zitierten Artikel beschäftigt sich ausführlich mit Problematik der inhaltichen Verlässlichkeit der Wikipedia- Artikel. Oder dieser brandneue Test?

Zurück zum Thema:
Giger nennt als die beiden beachtlichsten Beispiele für kollektive Intelligenz das hochkommerzielle Amazon.com und die freie Enzyklopädie Wikipedia.
Worin liegt der Unterschied?
Ich fasse frei zusammen:

Beide Systeme haben eine große Palette von Möglichkeiten
Amazon baut auf sehr viele Mitglieder (Kunden), die kleine Wissenshäppchen liefern (z.B. Autor, Buchtitel). Diese veranlassen die „CI-machine“ (also der Amazon zugrunde liegenden intelligenten Software, die uns zu immer weiteren (Buch-)käufen verführt), dem Teilnehmer wieder neue Wissenshäppchen zurückzugeben. Diese wiederum stehen mit den von ihm zuvor bereitgestellten in Verbindung. Somit wird das Wissen der Mitglieder – also der Kunden – erweitert und veranlasst diese die „CI-machine“ mit immer mehr Häppchen und auch neuen Themenbereichen zu “füttern”.
Die Wikipedia CI funktioniert anders. Sie ist konkreter aber auch angreifbarer. Ein Teilnehmer füttert die Maschine mit vielem, scheinbar objektivem und für das System wichtigem, Wissen. Andere Teilnehmer sind aufgerufen zu interagieren, indem sie das Wissen nutzen. Das heißt auch darüber zu diskutieren oder es zu verändern. Die Idee dahinter ist, dass mit der Zeit das Wissen nicht nur mengenmäßig, sondern auch qulitativ, immer mehr und besser wird.

Geht es um Wissen oder Information? Als „Amanzonierin“ und „Wikianerin“ weiß ich, wo ich mich informiere ….

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