Am nächsten Freitag sollte ein eTwinning Kurs für Sprachlehrer in Niederösterreich stattfinden. Erwartet wurden, und interessiert waren, viele. Angemeldet hat sich ein Kollege, oder eine Kollegin.
Warum? Wollen Lehrer/innen sich nicht fortbilden?
Lehrer/innen WOLLEN sich fortbilden. Aber die Möglichkeiten gibt es kaum mehr. Ein Schikurs, eine Auslandreisebegleitung, die man nicht absagen kann: und man kann kein Seminar für die Qulitätssteigerung des eigenen Unterrichts mehr besuchen. Die Unterrichtgarantie ist nicht gegeben. Eine “magische Prozentzahl” an Fachunterricht, die den Schülern auch zusteht, wird unterschritten!
Eine tolle Situation: Als Lehrer werde ich bestraft wenn ich mich fortbilden will, aber auch, wenn ich mich nicht fortbilden will.
Wo finde ich Kurse im Sommer? Wo finde ich Kurse am Abend? Warum ist es mir nicht möglich, wie in vielen anderen Branchen, mich auch mal während der Arbeitszeit fortzubilden?
Wenn ich meinen Unterricht nicht halten kann, wenn ein Kollege - der eben kein Fachkollege ist - meine Stunde supplieren muss, dann sollte es zumindest so sein, dass dies als Fachsupplierung zu rechnen ist (das bedeutet: kein Unterrichtsentfall, also gehaltener Unterricht!!), wenn der / die supplierende Lehrer/in die Schüler/innen beaufsichtigt, wie sie ihre , vom abewesenden Kollegen, vorbereiteten Aufgaben lösen. Die Aufgaben stehen möglicherweise online (was dann leichter zu überprüfen ist) zur Verfügung, die Arbeiten werden online erledigt. Oder mit traditionellen Methoden.
Es wäre eine großartige Möglichkeit, dem e-Learning ein weiteres, sinnvolles Gewicht zu geben.
Es wäre ein großartige Möglichkeit, Lehrer/innen ihre Motivation, sich fortbilden zu lassen, nicht zu nehmen.
Wir Lehrer/innen wollen am Ball bleiben! Macht es uns nicht unmöglich!
Bitte um Kommentare und Vorschläge!
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