Archiv für Mai 2007

Bridging the Generation Gap

Mai 25, 2007

schuelerSchüler und Schülerinnen des Gymnasiums Erlgasse, 6. Klasse Informatik, und des Bundesblindeninstitutes Wittelsbachstraße, HS 3, haben sich dafür entschieden, gemeinsam beim WSIS-Projekt „Bridging the Generation Gap“ mit zu machen.
Es lag auf der Hand, das Thema “hörbar” zu gestalten und so entstand unser Podcast: „LISTEN TO THE ELDERS“

Die jungen Leute ( 13 - 16) aus beiden Schulen kommunizieren in Foren auf unserer Moodle Plattform und arbeiten in WIKIs und Glossaren zusammen.
Das Thema dieses Podacast kreist um Senioren und Neue Medien. Um Verständnis zwischen Jung und Alt, um Angebote zu – ja, gegenseitiger - Unterstützung.

Diese Schüler/innen werden voraussichtlich über das Projekt hinaus mit den Senior/innen von Hetzendorf in Kontakt bleiben! Ein Märchenpodcast: die alten Menschen erzählen Märchen für Kinder… oder ihre eigenen Geschichten?

Aber ist es ein Märchen, das hier Schüler/innen etwas gemeinsam zustande brachten? Junge Menschen, die es nicht wirklich leicht im Leben haben? Jeder auf seine Weise anders als die Norm, nicht nur die Schüler/innen, auch ich, die Informatiklehrerin, schließe mich nicht aus.
Mit einem Maximum an Verständnis füreinander hat uns das zusammen gebracht.

Der Höhepunkt unserer Arbeit war wohl der Besuch bei den Senioren.
Ein schönes Kompliment nach einem Nachmittag, an dem den jungen Menschen so viel Persönliches aus dem Leben der Heiminsassen erzählt wurde: „Wir sind stolz auf unsere Jugend“ waren ihre Abschiedsworte.

Jede/r Schüler/in hat während dieses Projektes selbständig und seinen/ihren Stärken entsprechend eine Arbeit, eine Verantwortung übernommen.
Wir, Kollegin Hannemann (BBI) und ich, haben ein wenig organisiert und unterstützt.
Sämtliche Arbeit im Zusammenhang mit dem Projekt wurde von den Schüler/innen selbst erledigt.
Gemeinsam haben sie geplant, miteinander kommuniziert, gearbeitet, hinterfragt, gelernt, sich weiter entwickelt.

Soziale Kompetenzen waren in dieser Art der Zusammenarbeit, und auch beim Interviewen der eigenen Großeltern und der Senioren in Hetzendorf, gefragt. Die besondere Zusammenstellung des Teams hat die Stärken der Schüler/innen auf diesem Gebiet besonders gefordert, gefördert und zu Tage gebracht.

Neulich sagte einer dieser Schüler  zu mir: „Frau Professor, eigentlich haben wir dieses Schuljahr in Informatik gar nichts gemacht.“ Und nach einer etwas längeren Denkpause: „..aber wir habe urviel gelernt!“
Was kann mich als Lehrerin glücklicher machen?

Lassen wir unsere Schüler/innen „tun“, zeigen wir Ihnen ein Ziel und fordern wir auch Leistung und ein Ergebnis: Aber lassen wir sie den Weg dorthin selbst suchen und finden und gehen. Ohne sie alleine zu lassen!

Wie sagte schon Konfuzius:
„Sage es mir, und ich vergesse es. Zeige es mir, und ich erinnere mich. Lass es mich tun, und ich behalte es.“