SNR oder “Wie wähle ich unter den 20 Sorten im Kühlregal das richtige Joghurt”?
Es ist immer nett mit Thomas zu plaudern / skypen: “Hi, du bist ja auch im Facebook! Und im Twitter!”
“Ja”, antwortet er und erzählt mir gleich ein wenig über Twitter (wo auch iAlja zu Hause ist … aber darüber und Second Life ein anderesmal!), und: ” Die sind recht erfolgreich geworden. sogar in CSI und anderen serien vorgekommen (twitter) und mit mtv habens irgendwas gmacht. stars twittern (statt bloggen) +g+ ..twittern is halt vor allem für leut interessant die net ganze artikel bloggen wolln sondern nur 1-2 gedanken schnell niederschreiben und sharen wolln …da added man dann so einen “twitter bot” in seine liste und wenn man dem ne message schreibt wird das gleich veröffentlicht..”
Wir reden über die Unzahl von Communities, in die man eingeladen wird. Die vielen Blogs… die Masse an interessanten, verwirrenden aber auch inhaltsleeren Informationen die überall auf uns warten. - Vielleicht wie diese hier? Wo will man mitmachen? Zum Glück bin ich kein Star!
Was sollte man nicht übersehen? In einer Community nur zu lesen und nichts beizutragen ist auch nicht sinnvoll…
Ich sage zu Thomas: “.. ja eh…aber wenn ich bedenke… was ICH mit Interesse lese, wieviele beiträge liegen in meinem RSS feedreader.. unglesen … und ich will die welt nicht mit nonsense überschwemmen ;)”
Er antwortet:”gibt eh ur arges signal to noise verhältnis jetzt wo jeder hans wurst publishen kann +g+ …
jetzt is publishen nimma so wichtig sondern filtern und so scouts die durchs web surfen und das wertvolle sammeln.” (Anm.: z.B. digg)
signal to noise verhältnis, SNR - signal to noise ratio:
Mir gefällt dieser Ausdruck, den man für so viele Bereich anwenden kann. Thomas erklärt mir den Ausdruck anhand einer kleinformatigen (wenig Signal, viel “Nois” ;… also “viel Lärm und Nichts”) und einer großformatigen (viel Singnal, wenig “Nois”
) österreichischen Tageszeitung.
“Übrigens, Thomas… kennst du Friebe/Lobo: Wir nennen es Arbeit? - die digitale Bohème… ich habs als Hörbuch” .
Thomas: “.. kennst du Senduit?” Ich: “Na klar!”
Happy New year!!
Einige Communities u.ä. (lebende und “tote” meinerseites) aus dem Kühlregal:
facebook, studivz, classroom 20, netlog, myspace, spaces, xing, twitter, linkedin, claimid, zicki….
Bildquelle:
http://farm1.static.flickr.com/53/152583350_3d40891e35_m.jpg
Schlagworte: Communities
Februar 3, 2008 um 13:42
hab jetzt ein bisschen bei mir aufgeräumt bzw das signal vs noise ratio verändert.
* von studivz und xing abgemeldet (bei xing muss man dafür sogar ein support ticket eröffnen +g+). * ICQ und MSN als instant messaging protokolle rausgeworfen, obwohl ich weiterhin einen multi messenger verwende (Adium) und jetzt nurnoch per Jabber unterwegs.
* meine alten gmx spam accounts auf gmail umgeleitet
* und bei allen accounts die mir wichtig sind lange passwörter generiert die sinnfrei sind.
jetzt muss ich nurnoch die feeds in meinem feedreader durchgehn um zu sehen ob ich da auch ein bisschen reduziern kann. die wichtigsten sachen erscheinen bei mir derzeit eh in 30+ feeds (z.b. die geplante Yahoo übernahme durch Microsoft.
könnte man fast 2nd life suicide nennen oder? dabei gehts ja eigenltich nur um aufräumen, und im internet hat man ja so viele leben wie eine katze, wenn nicht mehr +g+
Februar 3, 2008 um 15:06
“social networking suicide” …. diesen Ausdruck hast du, Thomas, auch geprägt, und der gefällt mir auch….
Das ist etwas, das ich an euch jungen digital natives so bewundere: eure Konsequenz, aus dem Überangebot zielsicher das zu wählen, das genau zu euch passt, was ihr im Moment braucht und nutzt… lange nicht mehr Jäger und Sammler!… und der Rest… mal reinschauen und weg damit:
Die 7 Katzenleben oder 100 Internetleben so zu reduzieren, dass sie das reelle Leben sinnvoll ergänzen und unterstützen aber nicht ersetzen.
Um mit meinen Studenten im 2. semester auch diese Welt kennen zu lernen tummle ich mich auch ein wenig im second life herum. Sehr oberflächlich als Tourist. Seit Anfang begleitet mich der attraktive männliche Avatar einer Person (männlich? weiblich? alt? jung? ) und zeigt mir sehr viel und erzählt was er da so erlebt. Immer wieder mal.. heute erzählt er mir, dass es ihm total schlecht geht. Er hatte sich kürzlich völlig in einen weiblichen Avatar verliebt und wie er gemerkt hat, dass er Realität und Virtualität verwechselt, wusste er nicht recht damit umzugehen.
Nun ich habe ihm gesagt, dass ich schon glaube dass im Kern die Avatare so agieren wie ihre Besitzer… und wer in SL mit seinen Partnern spielt, tut das im RL auch.
Geben wir nur in virtuellen Welten vor, wer anderer zu sein als wir wirklich sind? Oder tun wir das nicht auch in der Realität? ..
Zurück zum Thema:
Dieses Zitat will ich mir, angeregt durch das Gesrpäch mit thomas doch sehr zu Herzen nehmen: “Perfection is achieved, not when there is nothing more to add, but when there is nothing left to take away.” ( Antoine de Saint-Exupery)